Verpackungen aus Graspapier

Graspapier – nur ein Hype oder eine echte Alternative?

 Eine Wiese wächst schneller als ein Wald. Das ist mit einfachen Worten ausgedrückt der Grundgedanke hinter Graspapier. Aber was steckt eigentlich hinter dem neuen Wunderpapier? Wie wird Graspapier hergestellt und ist es eine echte Konkurrenz zum Papier aus Holzfasern?

Um Papier, Karton und andere Drucksubstrate umweltfreundlicher zu gestalten, forschen einige schlaue Köpfe schon länger an Alternativen zum Rohstoff Holz. Uwe D’Agnone, Geschäftsführer der Creapaper GmbH ist einer von ihnen. “Hochwachsende Pflanzen wie Bäume besitzen einen natürlichen Kleber (Lignin), der sie stabil macht und der für die Papierherstellung chemisch entfernt werden muss. Flachwachsende haben dieses Problem nicht, sie haben einen sehr geringen Ligningehalt, daher muss man es nicht auslösen.”, erklärte der Erfinder des Graspapiers jüngst in einem Interview. Laut D’Agnone könnten somit 6.000 Liter Wasser pro Tonne gespart werden. Auch der Stromverbrauch und die Emissionen an Kohlendioxid seien deutlich geringer als bei der chemischen Holz-Aufbereitung.

Graspapier Kartonverpackung

Wird das Grünfutter durch die Produktion von Graspapier knapp?

Die Befürchtung, dass mit der Herstellung von Graspapier eine Konkurrenz zur Tiernahrung geschaffen und der Bedarf an Futtermittel nicht mehr gedeckt werden könnte, hat sich nicht bewahrheitet. In einer Studie konnte, am Beispiel des Bundeslandes Rheinland-Pfalz, ermittelt werden, dass 20% des Grünlandaufwuchses nicht für die Fütterung gebraucht werden. Diese könnten zukünftig für die Graspapierherstellung verwendet werden. Für die Landwirte könnte sogar eine zusätzliche Einnahmequelle entstehen, denn das Heu am Ende der Ernteperiode ist oft zu strukturreich, um es an die Tiere zu verfüttern. Dieses Material kann aber für die Papierherstellung genutzt werden. Als Systempartner können Landwirte das nicht benötigte Heu an die Grashersteller verkaufen. Da Gras überall und ständig verfügbar ist, können hierbei auch lange Transportwege gespart werden.

Aktuell kommt das Gras für die Herstellung von Graspapier von sogenannten Ausgleichsflächen. Für die Herstellung selbst werden zudem weniger Energie, Wasser und Chemikalien benötigt, das macht das neue Papier sehr interessant.

Graspapier Landwirtschaft

Welche Eigenschaften besitzen Verpackungen aus Graspapier?

Graspapier ist recyclingfähig und im Biomüll kompostierbar. Das Produkt ist getestet, zertifiziert und nachweislich für Allergiker geeignet. Trotz seiner rauen Oberfläche lässt sich das Graspapier gut bedrucken, allerdings hat es einen grünen Stich und eine grobe Faserstruktur. Graspapier eignet sich besonders gut für Produkte aus dem BIO-Segment, wie vegane (Natur)-Kosmetikprodukte oder Lebensmittel. Trotz des höheren Preises im Vergleich zu normalem Papier setzen einige Hersteller schon heute auf Graspapier. Sie werben gezielt damit für ihre Verpackungen Graspapier einzusetzen, da es eine hohe Akzeptanz bei den Konsumenten genießt und daher immer stärker nachgefragt wird.

Abschließend noch das Ernüchternde: In den nächsten Jahren wird man auf Papier aus Holzfasern nicht verzichten können. Auch Graspapier besteht nur zur Hälfte aus getrocknetem Gras, der Rest wird aus  Altpapier oder aus Holz-Frischfasern zugesetzt. Ziel ist es aber auf 70 Prozent Grasfaseranteil zu kommen. Graspapier kann aber heute schon anteilig für viele Verpackungen und Kartonagen verwendet werden. Bei Vollpappe ist beispielsweise ein Grasanteil von 50 Prozent möglich mit Grammaturen von 690 bis 1200 g/m².

Graspapier Bögen

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Graspapier Verpackung

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